Jens Becker Fotografie

München – Venedig – Tag 3: Von Lenggries nach Pertisau am Achensee

Schon am Morgen merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Ich hatte Schmerzen in der linken Schulter. Wie sich erst nach der Reise herausstellte, hatte ich mir einen Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich zugezogen. Sei´s drum, ich wollte weiter! Wir starteten bei bedecktem Himmel in Lenggries. Die Route führte zunächst entlang der Bundesstraße Richtung Fall hinauf zum Sylvensteinspeicher, einem wunderschön gelegenen Stausee im Karwendelgebirge.

Hier führt der Radweg wenige Kilometer auf der Straße, bevor er bei Fall zunächst auf einen Wirtschafts- und später auf einen mit nicht festgewalzten Kalkschotter gebauten Forstweg geführt wird. Der Weg ist gekennzeichnet durch viele steile Auf- und Abfahrten und aufgrund seiner Beschaffenheit bestimmt für Mountainbikes aber sicher nicht für Trekkingräder geeignet. Wir haben teilweise auch bergab geschoben, da aufgrund des losen Untergrunds und des Dachprofil des Weges unsere Fahrräder seitlich wegrutschten. Dieser Teil des Weges war wirklich kein Genuss. Weder der Bikeline Radreiseführer noch die Homepage haben auf diesen Umstand hingewiesen. Schlussendlich waren wir froh, auf österreichischer Seite wieder auf einen vernünftigen Radweg zu stoßen.

Bevor man zum Südufer des Achensees bei Achenkirch kommt, geht es bei Achenwald nochmal auf einem gute ausgebauten Forstweg hoch in den Wald. Dieses Steigungsstück kann man sich sparen, sofern man auf der viel befahrenen Bundesstraße nach Achenkirch radelt. Wir haben uns für den anstrengenderen, dafür aber landschaftlich schöneren und ruhigeren Weg durch den Wald entschieden. Kurz darauf erreichten wir den Achensee. Eine herrliche Landschaft eröffnete sich uns.

Der Achensee wirkt umgeben von hohen Gipfeln mit seinem türkisblauen Wasser wie ein norwegischer Fjord. Vielfältige Aktivitäten finden auf dem See statt. So haben Surfer und Kite-Surfer ihre eigenen Reviere und der See wird von einigen Segelbooten befahren. Der Radweg führt am östlichen Seeufer nach Maurach. In Maurach verlassen wir die offizielle Route, um zu unserer Unterkunft nach Pertisau zu radeln. Nach einem leckeren österreichischen Abendessen legten wir uns schlafen. Aufgrund der reizvollen Landschaft haben wir hier einen freien Tag eingeplant, um ein wenig zu wandern und den See zu erkunden. Leider sollte es etwas anders kommen.

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