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München – Venedig – Tag 2: Von München nach Lenggries

Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns bei schönem Wetter aber nur 14° Temperatur gegen neun Uhr auf den Weg Richtung unseres ersten Tagesziels Lenggries. Nach kurzer Zeit erreichten wir die herrlichen Isarauen mitten in München. Viele Menschen nutzten den Samstagmorgen für Joggen, Spaziergänge, Radfahren und sonstige Aktivitäten. Nach wenigen Kilometern wechselte der Radweg vom rechten aufs linke Isarufer, um wiederum nach kurzer Strecke und einem kurzem, aber sehr knackigen Anstieg über eine Eisenbahnbrücke mit untergehängter Radbrücke wieder auf die rechte Flussseite Richtung Nobelvorort Grünwald zu wechseln.

Hier teilte sich der Radfernweg München – Venezia und wir hielten uns rechts, da wir uns für die Variante entlang der Isar entschieden hatten. Durch einen Wald ging es wieder hinab an den Fluss und schon bald erspähten wir die ersten Isarflöße, die feierfreudige Menschen mit Blasmusik und viel Bier von Wolfrathshausen Richtung München transportierten. Super Stimmung auf den Dingern!

Auf diesem Abschnitt der Etappe machten wir einen kurzen Abstecher nach Kloster Schäftlarn. Der imposante Barockbau ist sehenswert und wir legten im Biergarten gegenüber unsere erste Rast ein.

Nächstes Ziel war Wolfrathshausen, bekannt durch die Vorabendkrimiserie Hubert und Staller. Eigentlich wollten wir hier einen Abstecher zum Polizeirevier machen, haben aber aufgrund der Radwegeführung am Ort vorbei die richtige Abfahrt verpasst. Und zurückfahren wollten wir nicht, da wir Bad Tölz ausgiebig besichtigen wollten. Nach Geretsried führt der Radweg durch ein Waldgebiet etwas vom Fluss weg. Auch kommen hier die ersten Steigungen hinauf zu einem idyllischen Platz namens Malerwinkel, von dem man einen fantastischen Blick hinunter zur Isar hat. Bei Aug verlassen wir den Wald und die Route führt durch die Hügellandschaft des Voralpenlandes. Eine schöne Einkehrmöglichkeit ist das Cafe Bolzmacher in Rothenrain. Hier stärkten wir uns mit leckerem Kuchen, bevor uns der Radweg zurück an die Isar nach Bad Tölz führte. An der großen Isarbrücke bogen wir auf das rechte Isarufer ab und besichtigten die sehenswerte Innenstadt. Beeindruckend sind die mit bayrischen Motiven kunstvoll bemalten Häuser.

Nachdem wir uns sattgesehen haben, machten wir uns auf das letzte Stück nach Lenggries. Hier führt der Radweg wieder längs der Isar, die hier bereits recht schnell und wild fließt. Unterwegs kamen uns rafter entgegen, die mit ihren Schlauchbooten auf dem Fluss unterwegs waren.

Leider stürzte Ellen kurz vor unserem Ziel und verletzte sich leicht am Knie. Etwas müde kamen wir in unserer gemütlichen Unterkunft an. Unsere Vermieterin empfahl uns ein uriges Wirtshaus, in dem hauptsächlich die Einheimischen einkehren. Nach leckeren Abendessen mit Gegrilltem vom offenen Kamin ließen wir den Abend beim Fußball-WM-Spiel zwischen Deutschland und Schweden ausklingen.

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