Jens Becker Fotografie

Alpe-Adria-Radweg Tag 7: Von Pradamano nach Grado

Die letzte Etappe ist die gemütlichste! Gemächlich geht es ganz leicht bergab Richtung Grado, unserem Ziel und Endpunkt des Alpe-Adria-Radwegs/Ciclovia Alpe-Adria. Maik und Madeleine sind schon da und haben für uns ein Zimmer gebucht. Ganz lieb von den beiden. So hatten wir keinen Stress mehr mit der Zimmersuche. Nach einem reichhaltigen Frühstück im Hotel Riviera starteten wir zur letzten Etappe.

Die Route führt jetzt durch eine typische Mittelmeerlandschaft mit Zypressenalleen und Hainen mit Citrusfrüchten. Mittlerweile sind auch die Tagestemperaturen bei über 30°C angelangt. Die Route führt jetzt nicht immer über Radwege, sondern auch über wenig befahrene Nebenstraßen.

Highlight der Etappe ist sicher die ehemalige Festungsstadt Palmanova. Diese gilt als „perfekte“ Stadt und sollte einen erwarteten Angriff der Osmanen auf Italien verhindern. Die Stadt ist in Form eines neunzackigen Sterns gebaut.

Vom zentralen Platz sollten die verteidigenden Truppen über breite Straßen schnell an jeden Punkt der Sternenzacken verlegt werden können. Nun, die Osmanen kamen nie und so ist das histoische Palmanova bis heute erhalten. Der Radweg führt durch das historische Stadttor „Porta Udinese“ auf den großen zentralen Platz der mittelalterlichen Stadt. Dieser lädt mit seinen zahlreichen Cafe´s  zur Rast ein. Daher trifft man hier auch zahlreiche Radwanderer des Ciclovia Alpe-Adria. Nach einer Stärkung mit Latte Macciato und Pannini ging es über sandige Wege und Nebenstraßen weiter Richtung Grado. Die nächst größere Stadt ist Cervignano, die man auf den normalen Straßen im Autoverkehr durchquert. Vom Bahnhof Cervignano kann man die Rückreise per Bahn antreten. Grado selbst hat keinen Bahnhof.

Weitergeht´s Richtung Aquileia, dem historischen römischen Hafen. Hier sind einige archäologische Ausgrabungsstätten zu besichtigen. Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem Ziel. Grado erreichen wir über einen künstlichen Damm durch die Lagune.

Grado selbst ist eine touristisch geprägte Stadt mit einer eher modernen Architektur. Mit einem romantischen Fischerdorf, als das es oft beworben wird, hat das wenig zu tun. Im Sommer ist Grado ziemlich voll, aber keineswegs überlaufen. Unser Hotel Sorriso ist einfach, aber gemütlich und preiswert. Die Wirtin ist herzlich und Radfahrern gegenüber sehr zuvorkommend. Nach einem Besuch am Strand freuten wir uns auf das Wiedersehen mit Madeleine und Mike. Die beiden hatten ein kleines gemütliches Weinlokal gefunden (Glas Hauswein 1,00 € !!!), in dem wir unseren letzten gemeinsamen Abend verbrachten. Lustig war, dass wir hier auch unsere norddeutsche Reisegruppe wiedertrafen. In Grado blieben wir drei Nächte und genossen Strand und Stadt. Dann ging es mit dem Rad zurück nach Udine, von wo aus wir unsere Rückreise mit der Bahn nach Hause antraten.

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