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Alpe-Adria-Radweg Tag 5: Von Arnoldstein nach Carnia

Nachdem wir ganz hervorragend geschlafen und ein tolles Frühstück genossen haben, schwangen wir uns auf unsere Räder und strampelten Richtung Italien.

Nachdem die entsprechenden Selfies an der Grenze gemacht waren, ging es auf den ab jetzt  Ciclovia Alpe-Adria genannten Radweg nach Tarvisio, dem Ort am Eingang zum malerischen Kanaltal. Das Kanaltal war früher ein bedeutender römischer Handelsweg, der von Italien über die Südalpen gen Osten führte. Den früheren Reichtum kann man aber nur noch erahnen. Heute macht die Gegend im Gegensatz zu den bisherigen österreichischen Regionen, durch die wir gefahren sind, keinen so wohlhabenden Eindruck. Es gibt viele „Lost Places“.

In Italien ist der Ciclovia Alpe-Adria in diesem Teil der Strecke perfekt ausgebaut und führt überwiegend über die alte Eisenbahnstrecke durch das Kanaltal. Daher halten sich auch auf diesem Streckenabschnitt die Steigungen in Grenzen. Besonders reizvoll fand ich die Fahrt durch die vielen kleinen Tunnel und die Viadukte. Aber das ist Geschmackssache. Ellen gefiel die Strecke gar nicht.


Unbedingt zu empfehlen ist die Rast im ehemaligen Bahnhof von Chiusaforte, der von jungen Wirtsleuten betrieben wird. Die Speisekarte ist sehr kurz, aber die hausgemachte Pasta war die beste, die ich je gegessen habe! Die letzten Kilometer nach Carnia sind wir auf der Straße gefahren. Der eigentliche Radweg ist hier noch im Bau und wir sind leider nicht der im Bikeline Radführer angegebene Umfahrung gefolgt, sondern der Route im Teasi-Navi, welche ich von der offiziellen Internetseite des Ciclovia Alpe-Adria heruntergeladen hatte. Die kommende Unterkunft war die Abstand schlechteste der ganzen Reise. Ein recht altes Motel direkt an der Straße mit überteuertem und schlechtem Restaurant. Leider haben die im Bikeline Radreiseführer eine Anzeige geschaltet, auf die wir reingefallen sind. Carnia gehört zu dem wunderschönen mittelalterlichen Städtchen Venzone, u.a. berühmt für seine Mumien.

Venzone liegt sieben Kilometer südlich am Radweg. Unsere Empfehlung ist, bis Venzone weiter zu fahren. Am Ortsrand gibt es hier auch einen Campingplatz, der von anderen Radlern gelobt wurde. Wir haben am Abend Venzone mit den Fahrrädern besucht und auf der Piazza ein leckeres Eis gegessen.

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